
ABERFELDY 1998
Ein Brief von der Polizei. Ein zweiter aus dem Gefängnis. Und ein Toter, der einen Tag zu früh stirbt.
Detective Inspector Logan bestellt sechs pensionierte Freunde aus Glen Highland nach Aberfeldy — für den vierzehnten August. Auf Ediths Küchentisch liegt noch ein zweiter Brief, aus der Frauenhaftanstalt: Margaret schreibt von einer Frau, deren Mutter 1998 verschwand und nie gefunden wurde. Iris Mowat, Galeristin. Siebenundzwanzig Jahre unaufgeklärt.
Edith Miller hat den Namen nie gehört. Aber sie weiß, wo sie nachsehen muss: in einem Mitgliederregister des Buchklubs Inverness, das sie seit sechsunddreißig Jahren nicht aufgeschlagen hat.
Sie fahren einen Tag zu früh.
Am Morgen darauf stirbt Donald Cameron in seinem Garten am Ortsrand. Pensionierter Lehrer, sechsundsechzig. Am Nachmittag zuvor hat er Edith im Café gesagt, er habe 1998 aus dem Fenster seines Klassenzimmers etwas gesehen und es damals einem Sergeant erzählt, der es nicht aufgeschrieben hat. Edith kommt fünfundzwanzig Minuten zu spät zu ihrer Verabredung mit ihm.
Henry rechnet. Munro sagt, was es nicht war. Flora zählt Gärten und findet, was in einem Beet in Aberfeldy nicht wachsen dürfte. Arthur zählt seine Fragen durch und stößt auf einen Satz, den sein Redakteur 1998 gestrichen hat. Und Barnaby stand in jenem Sommer selbst auf einer Bühne in Aberfeldy und hätte es fast vergessen.
Irgendwo zwischen einem Buchklub-Register, einer Quittung über fünfundvierzigtausend Pfund und einem Boot am Steg von Kenmore liegt die Antwort auf die Frage, die 1998 niemand gestellt hat.
Band 2 der Reihe „Die Glen-Highland-Detektive". In sich abgeschlossen lesbar.